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„... Wann fangen wir endlich an?“: Kleine Füße scharren ungeduldig auf dem Boden im Saal des Gemeindehauses. Konstantin aus Guntersblum ist zum ersten Mal dabei und schaut sich die ganze Sache erstmal an. „Wir singen das Lied Nummer 203“, Andreas Brandt schnallt sich die Gitarre um und ruft in die rund 30-köpfige Runde, „ich will aber was hören!“. Und wie die Affen im Lied 203 nach der allseits bekannten Melodie rasen auch die Rangers durch den Wald, erleben in schier unerschöpflicher Strophenfülle die unglaublichsten Dinge.
Seit rund einem Vierteljahr hat der Mainzer Stamm der Royal Rangers in Guntersblum seinen Hauptsitz. Gegründet 1997 in der Landeshauptstadt, ist die Ranger-Arbeit wie überall einer kirchlichen Gemeinde zugeordnet. In Mainz ist dies der „Fels“, das christliche Zentrum der charismatischen Freikirche. Diese dem evangelischen Glauben nahe stehende Lehre pflegt die Großtaufe frühestens mit zwölf bis 14 Jahren, „und unsere Gottesdienste sind sehr lebhaft, oft mit einer kompletten Band“, erläutert Andreas Brandt. Der Niersteiner ist Stammleiter der Rangers. Rund 40 Kinder aus dem Umkreis bis Wörrstadt, Mainz, Saulheim, Oppenheim, Nierstein, Uelversheim, Dolgesheim und auch Bischofsheim gehören den Royals an, binden sich das Rangers-Halstuch um den Kragen. Das „königliche“ bezieht sich auf Jesus, den König. 1982 gründete sich der erste Stamm dieser christlichen Pfadfinder in Bremen, heute gibt es deutschlandweit 385 Stämme. Dachverband ist der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden, die Rangers-Pfadfinderschaft ist anerkannter Träger der deutschen Jugendhilfe. In Guntersblum hat die Evangelische Kirchengemeinde den Pfadfindern bereitwillig ihr Gemeindehaus zur Verfügung gestellt... (weiter) |
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